Pädagogische Grundsätze des SPB

Jedes Kind wird mit all seinen individuellen Bedürfnissen betrachtet und entsprechend seines Entwicklungsstandes beteiligt und zu einem selbstständigen und verantwortungsbewussten Handeln – immer im Blick auf die Gemeinschaft – angeleitet. Aufgabe der Pädagogen ist es, dafür zu sorgen, dass jedes Kind, mit all seiner Einzigartigkeit und seinen individuellen Bedürfnissen, einen festen Platz in der Schul- und Klassengemeinschaft findet, seine eigenen Bedürfnisse kennt und äußert und die der anderen rücksichtsvoll akzeptiert.

Grundwerte

Grundwerte wie Toleranz, gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Solidarität bilden die Basis eines gemeinsamen Miteinanders, welches durch eine große soziale und kulturelle Vielfalt geprägt wird. Insbesondere das Schaffen und Einhalten gemeinsamer sozialer Werte und das Einhalten von Regeln schaffen den Rahmen für den gemeinsamen pädagogischen Schulalltag.

Geregelter Tagesablauf

Ein geregelter und übersichtlicher Tagesablauf, feste Strukturen und das Einhalten von Regeln sowie eine kindgerechte Gestaltung der Räume für unterschiedlichste Bedürfnisse der Kinder schaffen die Voraussetzung für einen Ort, an dem sich die Kinder wohlfühlen und einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Insbesondere der Sozial- pädagogische Bereich schafft feste Ansprechpartner für die Belange der Kinder; die ErzieherInnen fungieren als Bezugspersonen der Kinder und stehen in allen Situationen handelnd, impulsgebend und beratend zur Seite.

Neben gemeinsamen Projekten, Themenarbeiten und dem Spiel ist es Aufgabe der ErzieherInnen, auch in allen sozialen Belangen der Kinder unterstützend zur Seite zu stehen. Dies impliziert eine tägliche Beobachtung der Kinder, ein Respektieren und Verstehen-Wollen sowie die Förderung und Unterstützung des einzelnen Kindes. Nur dadurch kann es zum Aufbau eines Vertrauensverhältnisses kommen, innerhalb dessen sich beide Seiten ernst genommen und akzeptiert fühlen.

Die ganzheitliche Erziehung vor dem Hintergrund eines humanistischen Menschenbildes bildet dabei die Grundlage der täglichen Arbeit. Ziel ist es, die angelegten Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes zu erkennen, zu fördern und zu unterstützen.

Lernatelier

Lernatelier

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betreuung des Lernateliers, welches zweimal in der Woche stattfindet:
Dabei werden methodisch-instrumentale und soziale Kompetenzen sowie eine Wertorientierung als Lernkompetenz definiert. Sowohl LehrerInnen als auch ErzieherInnen sehen sich bei dieser Form des Lernens und Lehrens als Helfer bei der Verarbeitung und Einschätzung von Wissen sowie als Impulsgeber zu dessen Weiterverarbeitung. Die ErziherInnen begleiten die Arbeitsprozesse dabei unterstützend und wirken als Lernarchitekten ebenfalls mit auf das Unterrichtsgeschehen ein. In unterschiedlichen, vorher gemeinsam festgelegten Themenbereichen (z.B. Zeit) arbeiten die LehrerInnen und ErzieherInnen eng zusammen.

Innerhalb des Lernateliers erfolgen die unterrichtsgestaltenden Faktoren (Planung, Zeittaktung und thematische Konzeption) durch die LehrerInnen; die Begleitung, Ermöglichung und Unterstützung in der Umsetzung des „roten Fadens“ erfolgt dabei durch die ErzieherInnen. Diese gemeinsame Arbeit im Lernatelier funktioniert nur durch gegenseitige Absprachen, Definitionen der Kompetenzen sowie kompetenzorientierte Rückmeldungen und Reflexionen im Lehrer-Erzieher-Team.

Somit bringt der SPB zusätzliche Perspektiven und Unterstützung in den Vormittagsbereich mit ein und erhält die nötigen Werkzeuge, um im Nachmittagsbereich auf die schulischen Inhalte in Form von Projekten, spezifischen Arbeitsangeboten oder innerhalb der Arbeitsgemeinschaften einzugehen.